Neue Felgen, ein Sportauspuff oder Änderungen am Fahrwerk verleihen dem Fahrzeug einen individuellen Charakter. Was viele dabei jedoch übersehen: Solche Umbauten können die Betriebserlaubnis des Fahrzeugs erlöschen lassen, wenn kein passendes Gutachten vorliegt oder die Änderung nicht in den Fahrzeugpapieren eingetragen ist. Das hat nicht nur rechtliche, sondern auch versicherungstechnische Konsequenzen. Dieser Artikel erklärt, worauf Sie bei nachträglichem Zubehör achten müssen, damit Ihre Betriebserlaubnis erhalten bleibt.
Warum die Betriebserlaubnis so wichtig ist
Erlischt die Betriebserlaubnis, ist das Fahrzeug streng genommen nicht mehr zulassungsfähig im ursprünglich genehmigten Zustand. Damit einher geht ein erhebliches Risiko: Im Schadensfall kann der Versicherungsschutz entfallen, wenn die verbauten Teile nicht ordnungsgemäß genehmigt oder eingetragen wurden. Was auf den ersten Blick wie eine reine Formalie wirkt, kann im Ernstfall also teuer werden.
Häufige Ursachen für den Verlust der Betriebserlaubnis
Für jedes Fahrzeug gibt es die sogenannte Übereinstimmungserklärung, auch COC-Papier genannt, die als Beilage im Fahrzeugbrief liegt. Darin sind unter anderem die zulässigen Reifen- und Felgengrößen aufgeführt. Entsprechen neu gekaufte Felgen und Reifen dieser Spezifikation, reicht in der Regel die Allgemeine Betriebserlaubnis (ABE) zur Verwendung aus, sofern das eigene Fahrzeugmodell darin explizit aufgeführt ist. Für alle anderen Fälle muss die montierte Rad-Reifen-Kombination von einer anerkannten Prüforganisation abgenommen werden. Fehlt dieses Gutachten, erlischt die Betriebserlaubnis und damit unter Umständen auch der Versicherungsschutz.
Was können Sie selbst tun?
Bevor Sie neues Zubehör verbauen lassen, sollten Sie folgende Punkte prüfen:
- Vergleichen Sie die gewünschten Felgen- und Reifengrößen mit den Angaben im COC-Papier Ihres Fahrzeugs.
- Prüfen Sie, ob für die gewünschte Kombination eine passende ABE mit Ihrem konkreten Fahrzeugmodell vorliegt.
- Seien Sie bei vermeintlichen Schnäppchen ohne passendes Gutachten besonders vorsichtig.
- Bewahren Sie alle Nachweise und Gutachten zu nachträglich verbautem Zubehör sorgfältig auf.
Wann sollte eine Werkstatt prüfen?
Liegt für die gewünschte Rad-Reifen-Kombination oder ein anderes Zubehörteil kein passendes Gutachten vor, muss eine anerkannte Prüforganisation die Abnahme durchführen. Eine Fachwerkstatt kann Sie bereits vor dem Kauf beraten, ob das gewünschte Zubehör zu Ihrem Fahrzeug passt und welche Nachweise erforderlich sind. Das erspart Ihnen im Nachhinein Ärger und mögliche Probleme mit der Betriebserlaubnis.
Nachträglich verbautes Zubehör kann schnell zum Problem werden, wenn kein passendes Gutachten vorliegt oder die Änderung nicht eingetragen ist. Wer sich vor dem Kauf informiert und fachkundig beraten lässt, vermeidet den Verlust der Betriebserlaubnis und behält den vollen Versicherungsschutz.
Planen Sie einen Umbau an Ihrem Fahrzeug? Lassen Sie sich vorab von Baumann Automobile beraten, damit Ihre Betriebserlaubnis erhalten bleibt.
Ihr Baumann Automobile Team

